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Quelle:     WZ - Lokalteil Erkrath - 15.01.2007
 
Das Unterbacher Prinzenpaar, Prinz Martin I. und Prinzessin Britta I., ist in Amt und Würden.
Foto: Dirk Thomé
 

Das närrische Eselsland ist jetzt komplett

300 Gäste verwandeln bei der Prinzenkürung der Unterbacher Tollitäten die Wichernhalle, in einen Narrentempel.

Von Dirk Thomé
 
Erkrath. Tatsache, dass wohl ein neuer Besucherrekord durch zusätzliche Stühle erreicht worden war. Nach Übergabe des Zepters an seine Tollität Prinz Martin I. hatten die knapp 300 Unterbacher Narren im Saal ihren Regenten, das erste "Unterbach Ihh ahh" erklang. "Meine Knie sind ganz schön weich", so die ersten prinzlichen Worte, "ich war total überwältigt von eUrer Begeisterung beim Einmarsc;h", lobte er das Publikum. Prinzessin Britta kam ganz pragmatisch daher: "Vor zwei Stunden stand ich noch am Herd und hab Bratkartoffeln gemacht, und nun stehe ich hier oben."
In ihrer Proklamation hat das Prinzen paar für ihre 39 Tage dauernde Regentschaft durchgehend Sonnenschein verordnet: "Der Schirm bleibt daheim." Die Prinzenwache "Rösige Penn" bekommt eine zusätzliche Aufgabe: Neben dem Auftrag, die prinzlichen Sicherheit zu garantieren, erging die Order an "die Blauröcke", alle Gäste beim Umzug zu bewachen. Per prinzlichem Dekret wird der Unterbacher See zugeschüttet: "Hier kann dann endlich die versprochene Dreifachturnhalle gebaut werden", so der Prinz, während die Gäste tosendem Beifall spendeten.
Einen Spezialauftrag bekam die Zugleitung vom Prinzen: Damit sich nicht die Blamage vom Vorjahr wiederholt (die Erkrather Feuerwehr musste wegen der defekten Zugmaschine den Kinderprinzenwagen abschleppen), muss Zugleiter Martin Fink persönlich alle Traktoren vor dem Start des Umzuges testen.
Lob aus der Landeshauptstadt
Bürgermeister Dirk Elbers brachte Lob aus der Landeshauptstadt mit nach Unterbach: "Wir haben von Ihnen gelernt und die Kürung unseres Prinzen mit Erfolg von 23 auf 20 Uhr verlegt, so wie Sie das schon immer gemacht haben." Das hörten alle 600 Ohren im Saal sehr gerne. Bürgermeister Arno Werner erinnerte mit seinem symbolischen Geschenk (Plüschtier Neandi) an den ersten Bewohner von Erkrath, den bis nach Unterbach umherstreifenden Neandertaler.
DAS PRINZENPAAR PRIVAT
Prinz Martins Vater Friedhelm sorgte sich um die Gesundheit der Unterbacher mit dem Gemüseladen im Dorf.

Der Vater von Prinzessin Britta, Willi Steinhoff, ist der letzte noch lebende Gründer des Un­terbacher Karnevals.

Der Prinz ist Maschinenbautechniker, die Prinzessin Ökotrophologin. Verheiratet sind beide seit 2001.

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