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Quelle:     Rheinische Post - Erkrath - 23.01.2007
 
Der Jugendelferrat im Karnevalsausschuss Unterbach erinnerte in der Seniorensitzung mit einem Sketch an den Fernsehquizmaster Robert Lembke.
RP-FOTO: D. JANICKI
 

Heiteres Narrenraten mit dem Jugendelferrat

VON STEPHANIE JOSST
 
ERKRATH/UNTERBACH Schon von weitem war es zu vernehmen: In der Unterbacher Wichernhalle kletterte das Stimmungsbarometer weit nach oben. "Ein dreifaches Unterbach iA", riefen die Zuschauer. Sie lachten und klatschten wie verrückt, in voller Vorfreude auf den närrischen Karnevalsnachmittag bei Kaffee, Kuchen und natürlich frisch gezapftem Altbier. Es war wie jedes Jahr auch ein Tag der Generationenverständigung.
Pünktlich um 15 Uhr enterte der Jugendelferrat des Unterbacher Karnevalsausschuss (KA) die Bühne. Sieben Jungen in weißen Hemden und schwarzen Hosen stellten sich vor. "Was bin ich?", hieß der Sketch, den der Elferrat auf der Seniorensitzung das erste Mal vortrug. Hierbei drehte sich alles um ein heiteres Beruferaten. Doch nicht etwa Kassierer, Bauarbeiter oder Sekretärin mussten erkannt werden. Hoch im Kurs standen diesmal Unterbacher Persönlichkeiten, die auch dem Großteil des Publikums ein Begriff waren.
Laurenz Ringel glänzte als Quizmaster Robert Lembke. Vier Kollegen aus dem Elferrat bildeten das Rateteam. Auch die Lösung sprudelte nach einigen kleinen Tipps, ziemlich schnell heraus: "Der Bürgermeister von Unterbach", antworten die Kleinen keck. Eigentlich heißt die gesuchte Person Manfred Peter, der Vorsitzende des Bürger­ und Heimatvereins Unterbach und Veranstalter des Seniorenkarnevals. "Bürgermeister" ist nur Spitzname, doch das weiß fast jeder im Ort.
Den Jugendelferrat gibt es in Unterbach seit über einem Jahrzehnt und wird von Wolfgang Leifgen betreut. Momentan besteht er tatsächlich aus elf Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 14 Jahren. "Aber wir hatten schon länger keine elf Kinder mehr dabei," freute sich Jugendleiter Elmo Keller. Wenn sie nicht gerade Theater spielen, begleiten sie das Kinderprinzenpaar bei ihren Besuchen oder treffen sich einmal im Monat zum Kegeln. "Wir wollen die Geselligkeit pflegen, deshalb machen wir das auch außerhalb der Session betont Keller.
Zu seinem Bedauern sind Mädchen im Elferrat eine seltene Erscheinung. "Die meisten gehen lieber in die Tanzgarden, aber trotzdem waren schon einige mit dabei. " Die Ideen für ihre kleinen Auftritte kommen stets von den Kindern selbst. "Sie zeigen Verantwortung und machen sich weit im Voraus Gedanken darüber, mit welchem Sketch sie das Publikum erfreuen können", lobte Keller die Jungen. Der KA ist mächtig stolz auf seine eher einmalige Form der Nachwuchsförderung. "Das gibt's in der Region kaum ein zweites Mal", sagt Literat Martin Beier.
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