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Quelle:     Rheinische Post - Erkrath - 06.02.2007
 
Der Schautanz der Tanzgarde in Unterbach war in diesem Jahr märchenhaft - auch vom Thema her.
RP-FOTO: HANS-JÜRGEN BAUER
 

Pfarrkarneval ohne Kirchenmaus

VON VOLKER SLIEPEN
 
UNTERBACH (lod) "Wir sind gern heute hier, weil der Gemeindekarneval immer besonders schön ist." Mit diesem Komplimente begrüßte das Unterbacher Prinzenpaar Martin I. und Britta I. die Narren, die zur Feier in das Gemeindezentrum St. Mariä-Himmelfahrt gekommen waren. "Dass alles hier so gut klappt und die Stimmung so gut ist, das ist ein Gemeinschaftserfolg", verriet Sitzungsleiter Ernst Zieris das Erfolgsrezept und dankte allen fleißigen Helfern. Sie hatten den Saal dekoriert, stellten den Service, hatten Eintrittskarten gedruckt und auch die Orden der Pfarre gestaltet und hergestellt. Er zeigt das, Unterbacher Wappentier, den Esel. 60 Stück wurden in dieser Sitzung vergeben, einen bekam natürlich das Prinzenpaar einen. Denn sie brachten das bunt kostümierte Publikum so richtig in Stimmung. Ebenso wie die Garden, die perfekt tanzten. Die Cheerleader-Gruppe TV 05 Unterbach konnte durchaus mithalten. Frank Woznitza sorgte mit seinen Karnevalsliedern für das erste Schunkeln, und Elke Müller beklagte humorvoll in der Bütt das Dasein einer Hausfrau: "Die Mama macht das schon", meinte sie selbstbewusst immer wieder. Laut bejubelt wurde "Rotzlöffel" Thilo Wolfram, der sogar eine Zugabe geben muss. "Der Auftritt des Rotzlöffel hat schon Tradition, er bringt jedes Jahr Stimmung in den Saal bringt", sagte Ernst Zieris und fügte nicht ohne Stolz hinzu, dass Thilo Wolfram seine Entdeckung ist.
Auf die "Kirchenmaus" warteten die Narren allerdings vergeblich. Pfarrer Günter Ernst, der als diess pussierliches Tierchen in die Bütt steigen wollte, war krank geworden. Die Narren sangen ihm Genesungslieder und genossen dann den Auftritt des Männerballetts Unterfeldhaus.
Bis spät in die Nacht wurde gefeiert, getanzt und geschunkelt. Obwohl Zieris die Veranstaltung bereits zum siebten Mal leitete, ist dies für ihn alles andere als Routine. "Es gibt immer wieder so viel, was aufregend ist. Es ist so großartig zu sehen, wie sich alle hierbemühen und mitarbeiten."
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