| Quelle: Rheinische Post - Stadtteil-Nachrichten - 09.02.2007 |
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| Unterricht im Jahr 1951 mit Lehrer Pampus. Die Klassenräume waren noch sehr karg ein gerichtet. |
| FOTO: PRIVAT |
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So war das Leben in Unterbach |
| VON GESA EVERS |
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UNTERBACH Karl-Heinz Wehrmann (67) denkt gern an seine Jugend zurÜck. Regelmäßig organisiert der Rentner Klassentreffen, um mit ehemaligen Mitschülern der Volksschule Unterbach in Erinnerungen zu schwelgen. Vergangenes Jahr wurde Jubiläum gefeiert: Genau 50 Jahre war es her, dass er und seine Kameraden die Schule verlassen hatten. Während Wehrmann seine Kollegen zusammentrommelte, um auf das Jubiläum anzustoßen, kam ihm eine Idee. "Ich dachte mir, dass es schön wäre, mit Fotos und Texten die frühere Zeit noch einmal aufleben zu lassen", erzählt er vergnügt. Spontan schrieb er zwölf Seiten auf und verschickte sie an alte Weggefährten.
Dabei hatte er kein bestimmtes Konzept. "Mir ging es einfach darum, wie wir damals hier in Unterbach gelebt haben und was uns beschäftigt hat", sagt er, "ich wollte unseren Alltag beschreiben." Seine Freunde waren restlos begeistert. "Wir haben sofort nach Fotos von damals gesucht und sie dem KarlHeinz zugeschickt", berichten die Schwestern Annemarie Ehrenberg (67) und Elisabeth Habre (65). Auch andere gebürtige Unterbacher kramten in alten Alben und Archiven und trugen so dazu bei, dass aus Wehrmanns losem Manuskript ein liebevolles Zeitdokument über das Unterbach der 50er Jahre wurde. Zwar war das Leben wie überall im Nachkriegsdeutschland eher karg, aber das störte die Kinder von damals wenig. "Im Nachhinein verklärt man die Dinge natürlich gern. Aber auch wenn unsere Eltern nicht viel hatten, war es für uns doch eine sehr schöne Zeit", erzählt Wehrmann. |
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| Karl-Heinz Wehrmann präsentiert den Bildband. |
| RP-FOTO: BAUER |
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Das verraten sowohl die launig geschriebenen Kapitel als auch die zahlreichen Fotos des Bildbandes. Sie zeigen kichernde Jugendliche in kurzen Hosen, die eine Bootsfahrt auf dem See unternehmen oder stolz für das Konfirmations-Foto posieren. Auch die ersten Ausflüge mit wackeligen Motorrädern sind dokumentiert. "Wir sind auf Bäume geklettert, haben in den Schützengräben gespielt und im Wald Höhlen gebaut. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir etwas vermisst hätten", erinnert sich Elisabeth Habre.
Sie und Wehrmann hoffen, dass vor allem die Jüngeren in dem Bildband stöbern. "Seit damals hat sich Unterbach sehr verändert. Vielleicht finden es die jungen Leute ja spannend, zu sehen, wie es früher in ihrem Stadtteil zugegangen ist" - auch im Internet.
www.unterbach-online.de
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