| Quelle: Rheinische Post - Stadtteil-Nachrichten - 13.02.2007 |
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| Udo Berlt (vorne, am Ball) spielt für den SC Unterbach, im rechten Rückraum. Er wird in diesem Jahr 50. |
| RP-FOTO: FALK JANNING |
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Je älter, desto besser |
Die Handballer vom SC Unterbach bilden eine der ältesten Teams im Kreis und mischen dennoch die Kreisliga auf: Mit ihrer Routine bezwingen sie von Woche zu Woche Mannschaften, deren Spieler nicht einmal halb so alt sind. Als Tabellenzweiter steigen sie womöglich sogar auf. |
| VON OLIVER HAMMEL |
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UNTERBACH "Die herausragende Abwehr und unsere große Routine machten wieder einmal den Unterschied aus." Besser hätte Unterbachs Spielertrainer Wolfgang Engelen die Handballpartie seiner Kreisliga-Mannschaft gegen Hochdahl-Gruiten nicht zusammenfassen können. 25:14 (11:5) gewann seine Sieben und verteidigte den zweiten Platz.
Die Unterbacher bauten das Spiel aus einer sicheren Abwehr heraus auf und hatten auch dank eines starken Rückraums Vorteile gegenüber dem Gast. Wie stark der SCU ist, beweist die Tatsache, dass er bislang als einzige Mannschaft der Liga Spitzenreiter Ratingen geschlagen hat. Engelen betont aber: "Wir schauen nicht nach oben. Der erste Platz interessiert uns nur sehr wenig, wir machen uns keine Gedanken um den möglichen Aufstieg. "
Möglich aber, dass die Unterbacher aufsteigen, obwohl sie die Spielzeit "nur" als Zweiter beenden. Denn die Ligen-Leitung denkt darüber nach, einen entsprechenden Beschluss zu fassen. Wenn es so kommt, dann dürfte die Mannschaft den Aufstieg bereits in der Tasche haben, denn die unmittelbaren Verfolger auf den Plätzen drei und vier, Jahn/West II und SG Unterrath II, dürfen nicht aufsteigen. Erst der Fünfte, die TG 81, kann den Unterbachern den möglichen Aufstiegsplatz noch streitig machen.
Dass es für die Unterbacher in dieser Saison so gut läuft ist eine echte Überraschung. Denn das Team um den 57-jährigen Spielertrainer Engelen hat viele Akteure jenseits der 40 und gehört zu den ältesten Mannschaften im Düsseldorfer Raum. "Doch das Alter ist nicht unbedingt ein Nachteil. Wir stehen gut in der Deckung und lassen wenige Gegentore zu. Dadurch
müssen wir im Angriff nicht immer viele Tore werfen, um ein Spiel zu gewinnen." So erklärt Engelen das Erfolgsgeheimnis seiner Truppe.
Er vergisst nicht, die herausragende Rolle von Christoph Jachertz zu erwähnen. Der Torhüter bringt die gegnerischen Angreifer regelmäßig zur Verzweiflung. Kein Wunder, stand das Unterbacher Eigengewächs doch jahrelang in der Regionalliga bei Unitas Haan erfolgreich im Kasten. "Christoph hält uns mit seinen tollen Paraden in der Kreisliga am Leben", spricht Engelen voll des Lobes über seinen Keeper.
Das der Erfolg seiner "Alten Herren" sicherlich ein Gütezeichen für den Handballnachwuchs darstellt, weiß Engelen ganz genau. "Das liegt daran, dass Handball aus dem Schulsport fast verschwunden ist." Er hofft, dass der Gewinn der Handball-WM die Jugend wieder für den Sport begeistert.
Nachwuchssorgen: kennen, die Unterbacher zur Genüge. "Wir hätten gerne Jugendmannschaften im Verein, doch dies ist nicht der Fall", beklagt der 57-Jährige. Engelen hofft, dass sich die Nachwuchsprobleme in Unterbach lösen. Seit einiger Zeit wartet man im beschaulichen Unterbach darauf, dass eine handballtaugliche Sporthalle gebaut wird. Erst dann kann man dort Jugendmannschaften gründen. "Solange die neue Halle nicht steht, spielen wir Alten weiter. Wenn wir eine neue Nachwuchsabteilung aufgebaut haben, hängen wir die Handballschuhe an den Nagel."
Das wird wohl noch einige Jahre dauern... |
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