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Quelle:     Rheinische Post - Stadtteile - 20.02.2007
 
ilereine und Gruppen wie die katholischen lugend bereicherten mit farbenpräch­tigen Wagen den Zug. Mehr Bilder www.rp-online.de/Mettmann
RP-FOTO: Hüskes
 

Wagen brachten Farbe ins närrische Volk

VON HORST KLITZING
 
ERKRATH Fast auf den Tag genau vor 50 Jahren zog der erste, noch bescheidene Zug durch Unterbach, damals wollte man Geld sammeln für ein Kriegerdenkmal am Fußballplatz und beendete den Zug mit einem Fußballspiel Liederkranz gegen die Freiwillige Feuerwehr. So berichtete Berni Dresen, der damals dabei war und in diesem Jahr als "Kardinal Meisner" einen eigenen kleinen Wagen hatte. Diese lange Tradition, im "Karnevalsausschuss Unterbach 1957" dokumentiert, setzt sich im diesjährigen Prinzenpaar Martin I. und Britta I. (Theisen) bis in die Familien fort.
Farbenfroh
Als sich der Zug mit 30 Wagen und sieben Kapellen um 14.11 Uhr in Bewegung setzte, war der Himmel trübe vom Nebel, aber trocken. Doch vor dieser grauen Kulisse strahlten die Wagen und Kostüme besonders farbenfroh. Und vor allem strahlten die Gesichter der Aktiven und der Massen von Zuschauern, die sich in originellen, bunten Kostümen am Zugweg in mehreren Reihen drängten. Über 10 000 geschätzte Jecken waren in bester Stimmung, schunkelten, sangen und sammelten eifrig, was so von den Wagen herunterregnete: Kamelle natürlich, Popcorn, Püppchen, Teddis, Papiertaschentücher und Putzschwämme.
47 Jahre alter Doppeldecker
Ungefähr zehn Wagen, prächtig und hoch äusstaffiert, transportierten die Offiziellen. Die Hildener Karnevalisten waren, einer langen Tradition folgend, mit einer hübschen, jungen Tanzgruppe und mehreren Wagen "zu Besuch". Originell ein 47 Jahre alter roter Doppeldeckerbus aus London, immer noch mobil. Der Besuch wird am Rosenmontag von den Unterbachern beim Hildener Zug erwidert. Erfreulich war daneben das große Aufgebot kleinerer Wagen von Vereinen und Gruppen wie der katholischen Jugend oder dem DLRG: Private Wagen, liebevoll dekoriert, wurden umjubelt, wenn man Freunde und Bekannte entdeckte. "Die fidelen Pinguine" oder die Fußgruppe der "Neandertaler", in echte Felle gehüllt, setzten ebenso Farbtupfer wie "Die Vögelchen" in zwei Fahrradrikschas mit kleinen Käfigen auf dem Hut.
Mit dem Unterbacher Prinzenpaar ging der Zug seinem Höhepunkt entgegen. Begleitet von den schmissigen Rhythmen des Fanfa­renzuges der Feuerwehr Salzgitter schwebten die Majestäten in sol­cher Höhe vorbei, dass einem als Fußvolk richtig schwindelig werden konnte. Als Schlusslicht rollten die "Rösigen Penn" die Pdnzenwache heran, die eine rauchende Gulaschkanone mitschleppten. Die jecken Zuschauer dachten danach noch lange nicht daran, das Feld zu räumen, und feierten auf ihre Art den gelungenen Straßenkarneval weiter.
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