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Quelle:     Rheinische Post - Stadtteile - 10.04.2007
 
Charlene (9) und ihr Cousin Benito (8) haben ihr Spielzeug vor sich ausgebreitet. Sie sind Stammgäste am See.
RP-FOTO: PAUL ESSER
 

Osterspaziergang und Trödel am See

VON VERENA SCHNEIDER
 
UNTERBACH Bunte Bälle, Kinderbücher, Sandkastenförmchen - viele alte Schätze haben Charlene (9) und ihr Cousin Benito (8) vor sich aufgebaut. An diesem Osterwochenende möchten sie das Spielzeug gerne weiterverkaufen - an andere Kinder auf dem Campingplatz am Unterbacher See. Dass man die Dinge, die vor ihnen liegen, gerade bei einem Campingurlaub wunderbar gebrauchen kann, wissen die beiden: "Wir kommen seit drei Jahren hierher", erzählt Charlene aus Mettmann. "Meine Mutter ist Segellehrerin."
Nicht nur die Familien der beiden Kinder schätzen den Unterbacher See als Naherholungsgebiet. Auch zahlreiche weitere Camper haben sich bereits zur Osterzeit auf dem Platz eingefunden; um die Ruhe und die Nähe zur Natur zu genießen. Ebenso unternehmen viele Besucher aus der Umgebung gerne einen Ausflug zum See. Einige suchen die Erholung, andere das sportliche Training: Jogger sind unterwegs und Radfahrer, Nordic­Walker und Wanderer, und auf dem See haben manche bereits das Segel gesetzt. Der Unterbacher See bietet viele Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung: Beim Bootsverleih stehen Besuchern Tret- und Ruderboote sowie Canadier zur Verfügung. In der anliegenden Segelschule haben Interessenten die Gelegenheit, einen Segelschein zu erwerben. Spielplatz, Minigolfanlage und Grillplätze sind besonders für Familien attraktiv. Badegäste können zwischen zwei Strandbädern wählen.
Reifenschaukel und Matschspiele
An diesem Osterwochenende ist es zum Schwimmen jedoch noch zu kühl. Viele Paare nutzen die Uferpromenade daher lieber zu einem ausgedehnten Spaziergang. Einige legen dabei eine Pause auf der Terrasse des Se(h)restaurants ein. Bei einer Tasse Kaffee lassen sie den Blick über den ruhigen See schwei­fen. Am Nebentisch sind andere währenddessen schon wieder in Landkarten vertieft - die weitere Route will geplant sein.
Die größte Gruppe unter den Seebesuchern bilden Familien mit kleinen Kindern. Dass es für Wasserschlachten noch zu kalt ist, stört die Kleinen nicht: Vergnügt toben sie auf dem Klettergerüst, dem Karussel und der Reifenschaukel - während die Eltern anschubsen oder einen kleinen Plausch bei den Kinderwägen halten.
Ein wenig beschaulicher gestaltet sich der Alltag der Saisoncamper Silvia und Hans-Dieter Dick: Der Enkelsohn, der kürzlich zu Besuch kam, ist bereits 21 Jahre alt. Die pensionierte Verwaltungsangestellte und ihr Mann, ehemals Leiter eines Physiklabors, haben 54 den ersten Camping-Urlaub gemacht. Es folgten zahlreiche Reisen, Lieblingsziel des Düsseldorfer Ehepaars war und ist jedoch der Unterbacher See: "Ich sitze so gerne draußen im Grünen", berichtet Silvia Dick. "Die Natur kann man hier wunderbar genießen."
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