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Quelle:     Rheinische Post - Düsseldorf - 03.05.2007
 
Verkohlte Bäume und kahlen Boden ließen die Flammen zurück, die nahe einer Wohnsiedlung im Wald bei Unterbach gewütet hatten.
RP-FOTO: HANS-JÜRGEN BAUER
 

Feuer fraß 600 Quadratmeter Wald

Aufmerksame Anwohner einer Siedlung in Unterbach bemerkten rechtzeitig einen Waldbrand. Durch einen Großeinsatz konnte die Feuerwehr einen größeren Schaden verhindern. Die Aufräumarbeiten dauerten wegen versteckter Glutnester mehrere Stunden.

VON MICHAEL BROCKERHOFF
 
Schrecken in der Nacht: Plötzlich hatten Anwohner der Straße "Am Hohlen Berg" in Unterbach Brandgeruch in der Nase, wenig später zogen Rauchschwaden vom nahen Wald hinüber. Geistesgegenwärtig forschten sie nach der Ursache und entdeckten, dass im Forst neben der Siedlung etliche Bäume lichterloh brannten, und alarmierten die Feuerwehr.
Haus gerettet
Die löste sofort Großalarm aus, um die Flammen möglichst schnell eindämmen zu können. Löschzüge von den Wachen Gerresheim und Wersten wurden in Marsch gesetzt, die Freiwillige Feuerwehr Unterbach wurde alarmiert. Zudem schickte die Leitstelle mehrere Sonderfahrzeuge, darunter einige Wassertankwagen, zu dem Waldstück. Beim Eintreffen der ersten Löschtrupps brannte bereits eine erhebliche Fläche, das Feuer fraß sich in Richtung eines bewohnten ehemaligen Forsthauses. Aus mehreren Rohren bekämpften die Wehrleute die Flammen, konnten eine Beschädigung des Hauses verhindern. Schnell war der Brand unter Kontrolle, nur etWa 600 Quadratmeter Wald waren letztlich betroffen.
Wie gefährlich Waldbrände bei der Trockenheit sein können, zeigte die vorsorgliche Kontrolle des Waldstücks am Vormittag des 1. Mai nach der Brandnacht. Mit Hilfe einer Wärmebildkamera entdeckten die Wehrleute noch mehrere Glutnester, die sich im Humus des Waldes förmlich eingenistet hatten. Sie mussten den Boden mit Spaten und Hacken regelrecht öffnen, um die Glut ablöschen zu können. Mehrere Stunden lang waren sie beschäftigt.
Die Feuerwehr vermutet als Brandursache fahrlässigen Umgang mit Feuer. Bereits kleine Flammen hätten das trockene Holz der Nadelbäume Bäume entzünden können, die der Orkan Kyrill entwurzelt hatte. "Das Waldstück ist ein Privatbesitz, die Forstverwaltung ist für das Räumen nicht zuständig", sagte Gartenamtsleiter Manfred Krick. Im Stadtwald selbst seien die Schäden des Orkans im Großen und Ganzen beseitigt worden. Krick und auch die Feuerwehr weisen wegen des Brandes erneut daraufhin, im Wald selbst oder in der Nähe eines Forstes nicht mit Feuer zu hantieren. Schon ein kleiner Funke könne ausreichen, um einen Brand auszulösen.
INFO
Strafen
500 Euro Bußgeld muss zahlen, wer im Wald eine Feuer- oder Grillstelle anlegt.
Mit 75 Euro Strafe muss ein Spaziergänger rechnen, der im Forst raucht.
Wegen der besonderen Gefahr laufen Forstbeamte Streife.
Bei einem Brand sofort Feuernotruf 112 anrufen.
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