| Quelle: Rheinische Post - Düsseldorf - 03.11.2007 |
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Ein Geschichtsbuch von Kindern |
| VON DANIEL SORKAU |
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ERKRATH/DÜSSELDORF Kinder finden Geschichtsbücher langweilig? Im Fall der Carl-Sonnenschein-Schule stimmt das nicht. Die Schüler der Klasse 4 haben innerhalb von zwei Monaten ihr eigenes Geschichtsbuch für Kinder über Unterbach geschrieben. Das Ergebnis der Arbeit ist 31 Seiten dick und beinhaltet so Manches über das Dorf mit dem Esel im Wappen, was selbst die Erwachsenen nicht wissen. Jetzt präsentierten die Kinder das Buch zum ersten Mal in ihrer Schule.
Vier Ausflüge in die Umgebung waren nötig, um Wissen zu sammeln. So ging es zum Haus Unterbach, einer alten Wasserburg, und über die Grenzen des Dorf hinaus in das Eller Rathaus. Am Haus Unterbach entdeckten die Kinder sogar einige Scherben aus längst vergangenen Tagen. Die Archäologen Gabi und Peter Schulenberg halfen beim identifizieren der Stücke. Einige sind mehrere 100 Jahre alt.
"Natürlich hat es uns gefallen, dass Deutsch manchmal ausgefallen ist", sagte der neunjährige Johannes. Ganz so locker war das Projekt für die Schüler aber nicht. "Wir haben die Arbeit bewertet" ,erKlärte Scbulleiterin Brigitte Rost.
UnterstütZt wurden die Schüler von der Geschichtswerkstatt." Zwei Mitarbeiter gingen mit auf Exkursion. In anderen Stadtteilen Düsseldorfs entstanden ähnliche Geschichtsbücher. Ziel ist ein dickes Buch über Düsseldorf - aus 1,50 Meter, aus Sicht der Kinder. Gelernt haben sie auch, warum der Esel im Unterbacher Wappen zu sehen ist. "Die Esel haben früher Sand in die Altstadt gebracht" , wusste die zehnjährige Eva Maria. Die Menschen nutzten den Meersand als Scheuermittel für Holzfußböden. |
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